Plattform für Patientinnen und Patienten mit belastenden Erkrankungen.

Die moderne Medizin verfügt zwar über immer wirksamere Behandlungsmethoden und damit verbessern sich laufend die Aussichten auf eine gute Genesung – vielfach bleiben jedoch etliche wichtige Aspekte unberücksichtigt.

Oft sind die Patienten auf sich alleine gestellt, wenn es sich um Fragen zur Krankheitsbewältigung oder um eine Second Opinion handelt: so zum Beispiel bei Auskünften zur Ernährungsumstellung oder zu einer eventuellen körperlichen Veränderung während der Krankheit, zum Einfluss des Leidens auf das soziale Umfeld, zu den Auswirkungen auf die Partnerschaft oder zu den seelischen Belastungen.

Als Interessenvertreter von Patienten, Selbsthilfegruppen und Patientenvereinigungen setzt sich das Patientenforum für deren Fragen, Wünsche und Bedürfnisse ein, denn der heutige Patient will informiert sein, seine Krankheit und Behandlung besser verstehen, mehr Eigenverantwortung übernehmen und über das weitere Vorgehen bei der Therapie mitentscheiden können.

Mit dem Patientenforum wurde ein Ort der Begegnung geschaffen, der den Austausch zwischen Ärzten, Patienten, Angehörigen und Pflegepersonal über Sprechzimmer und Spitalbett hinaus ermöglicht. Direkter Dialog mit den Patienten Die Erfahrung mit der Krankheit wird vom Patienten häufig als ein «Aus-dem-Gleichgewicht- geworfen-Sein» empfunden, das mit Angst und dem Erleben von Kontrollverlust gekoppelt ist.

Die Verarbeitung der Diagnose sowie die damit verbundenen Anpassungen an eine völlig unvorbereitete Lebenssituation können Patienten überfordern. Eine sensible, differenzierte Kommunikation durch die betreuenden Ärzte und das Pflegepersonal ist daher unabdingbar. Das Patientenforum, welches Andrea Hofmann und Elli Suter im Mai 2003 gegründet haben, sucht den direkten Dialog mit den Betroffenen, um gezielt die Themen aufzugreifen, die sie als Patienten bewegen und bedrücken.

Die von den jeweiligen Referenten behandelten Themen ergeben sich daher aus den Fragestellungen von Patienten. Sie decken sowohl weite Bereiche der Medizin als auch gesellschaftliche Entwicklungen ab. Die Vermittlung wissenschaftlicher Information, der Meinungsaustausch zwischen Ärzten, Patienten, Angehörigen, Pflegepersonal, Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorgern und die daraus entstehende Interaktion sollen dazu beitragen, die vielschichtigen, komplexen Fragen aufzuarbeiten.

PATIENTENFORUM – IM MITTELPUNKT STEHT DER PATIENT

Denn das Verständnis für die medizinischen, körperlichen und psychischen Bedürfnisse des Einzelnen ist entscheidend für eine bessere Krankheitsbewältigung.

Das Forum bietet Vorträge, moderierte Gesprächsrunden oder Workshops an, die so gestaltet sind, dass genügend Zeit bleibt, mit den jeweiligen Referenten, Mitbetroffenen oder sonstigen interessierten Teilnehmern ins Gespräch zu kommen.

Zusammenarbeit mit Zentren und Fachärzten Insbesondere im onkologischen Bereich hilft der Erfahrungsaustausch, macht Mut und kann nicht nur für die direkt Betroffenen, sondern auch für die Angehörigen beim zuweilen schwierigen Umgang mit der Krankheit unterstützend wirken.

Die Vortragsreihen und Workshops sind für die Patientinnen und Patienten kostenlos. Weitere Informationen zur neuen Vortragsreihe sind entweder über die Website www.patientenforum.ch oder über www.hirslanden.ch EVENTS, erhältlich.

Telefonische Anfragen beim Patientenforum sind unter der Nummer 079 621 07 26 möglich.

Das Patientenforum freut sich über Ihre Teilnahme sowie Ihr Interesse, mitzumachen, und ist dankbar für Anregungen und Themenvorschläge auf dem Weg zu einer kommunikativen Medizin.

Andrea Hofmann-Rinderknecht