Mistel

Mistelpräparate sind Extrakte aus der einheimischen, auf verschiedenen Bäumen wachsenden Mistel viscum album.

Alle heutigen Mistelpräparate gehen zurück auf den Grundgedanken von Rudolf Steiner (1861-1925), Begründer der anthroposophischen Geisteswissenschaft und antroposophischen Medizin, der die Misteltherapie 1920 in die Krebstherapie eingeführt hat. Durch konsequente wissenschaftliche Weiterentwicklung des ursprünglichen Extraktes wurde das heute am besten dokumentierte Mistelpräparat Iscador entwickelt.

Iscador ist das einzige, in der Schweiz zugelassene Mistelpräparat.

In der Tabelle 1 werden die verschiedenen Ziele der Krebsmedizin aufgelistet und diesen die einzelnen therapeutischen Prinzipien zugeordnet. Man sieht, dass die Mistel kein eigentliches Krebsmittel, etwa vergleichbar einem Zytostatikum ist. Vielmehr wird Iscador erfolgreich zur Linderung von Symptomen der Erkrankung, zur Verbesserung der Lebensqualität und vor allem zur Stärkung der Patientenkompetenz eingesetzt.

Iscador ist ein sehr sicheres Arzneimittel.

Für alle Anwender sind drei Tatsachen besonders wichtig:

  • die Wirksamkeit konnte in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt werden;
  • eine Kombination mit der Chemotherapie oder Strahlentherapie ist jederzeit sinnvoll und möglich – selbstverständlich unter Beachtung der Anwendungseinschränkungen;
  • eine Stimulation des Krebswachstums (sog. Enhancement) wurde beim Menschen noch nie beschrieben.
Mistel viscum album