Coaching
Nur wenige Menschen können von heute auf morgen Experten in eigener Sache sein. Denken wir nur daran, wie lange man braucht, um in das normale Leben hineinzuwachsen. Oder wie viele Jahre der beruflichen Lehre bis zur Meisterschaft durchschritten werden müssen. Und da soll man als Patient, konfrontiert mit einer völlig neuen Lebenssituation, von heute auf morgen selbst alles neu ordnen können?
Die medizinische Therapie ist ein wichtiger und unabdingbarer Teil der Krankheitsbewältigung. Die Krankheit selbst wird nie alleine gelassen. Aber der Kranke selbst, der mit seiner Krankheit neu leben muss, er wird oft allein gelassen. Dies muss jedoch nicht so sein.
Ziel des Patientencoaching ist es, den Patienten zu begleiten, zu fördern, anzuleiten, zu ermutigen, zu bestärken. Kein Bergführer zieht einen unerfahrenen Berggänger den Hang hinauf. Er zeigt ihm die Tritte und Griffe. Bringt ihm bei, die Kräfte einzuteilen. Macht ihm die Übungen vor, sich trittfest und schwindelfrei zu bewegen. Er lehrt dem Unerfahrenen, die Zeichen drohenden Unwetters frühzeitig zu erkennen und richtig zu deuten. Nichts anderes macht der Patientencoach. Er ist ein Wegbegleiter der dazu beiträgt, dass der Patient selbst lernt, noch sicherer zu sein, ein neues Selbstbewusstsein und neue Selbstsicherheit zu lernen.